Forschungs- und Entwicklungsprojekte

[/mkd_elements_holder_item]
Neben unserer eigenen Forschung arbeiten wir auch zusammen mit Partner*innen aus Wissenschaft und Industrie an verschiedenen Projekten zum Thema Mikroalgen. Dazu greifen wir auch auf das Know-How der Sea & Sun Technology im Bereich der Sensortechnik zurück und verfügen dank der jahrelangen, erfolgreichen Zusammenarbeit über ein internationales Netzwerk, um auch anspruchsvollsten Fragestellungen zu begegnen. Diese Projekte können uns dabei helfen, unsere Produktion zu verbessern und neue Verfahren zu entwickeln.

Im Folgenden finden Sie Informationen zu derzeit laufenden- und bereits abgeschlossenen Projektvorhaben.

AquaHealth - Mikroalgen Mikrobiome - Eine natürliche Ressource zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten in der Aquakultur

In Kooperation mit:
Technische Universität Hamburg, Universität Hamburg, Aalborg University (AAU PLAN, AAU Bio), SINTEF AS
Im Rahmen des AquaHealth-Projekts wird ein internationales Konsortium von sehr erfahrenen Partner*innen neue und innovative Instrumente und Technologien entwickeln, um die natürliche Synergie von Mikroalgen und mikrobiellen Konsortien zu erschließen, um neue bioaktive und präbiotische Verbindungen für den nachhaltigen Einsatz bei der Prävention und Behandlung von Krankheiten in landgestützten Aquakulturanlagen zu entdecken und zu validieren.
Die Zielmoleküle umfassen dringend benötigte Enzyme, welche die Bildung von mikrobiellen Biofilmen verhindern (Quorum-Quenching (Anti-Biofilm-) Proteine), sowie antivirale Naturstoffe wie Reverse-Transkriptase-Inhibitoren. Diese primären Ziele werden in sieben Arbeitspaketen bearbeitet.

AstaEx - Entwicklung eines neuen Prozesses zur direkten Extraktion von Astaxanthin aus Haematococcus pluvialis

In Kooperation mit:
Technische Universität München, Privateskinlab
Astaxanthin gehört zur Gruppe der Carotinoide und ist ein rötlicher Farbstoff, welcher in der Futtermittelindustrie, dem Nahrungeergänzungsmittelmarkt und der Kosmetikindustrie zum Einsatz kommt. Ziel des Kooperationsprojekts ist die Entwicklung eines neuen, kostengünstigen Prozesses zur direkten Extraktion von Astaxanthin aus der Mikroalge Haematococcus pluvialis.

ABiRe – Entwicklung und Realisierung einer innovativen, aquatisch-basierten, Bioraffinerie

In Kooperation mit:
Technische Universität Hamburg-Harburg, Polytechnische Universität St. Petersburg
Die Mikroalge Chlorella sorokiniana und die Wasserlinse Lemna minor werden sowohl in Open Ponds, als auch in geschlossenen Systemen in Deutschland und Russland kultiviert. Ziele sind unter anderem die Identifizierung optimaler Kultivierungsbedingungen, sowie effizienter Erntemethoden, um die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen. Zur Gewinnung von Wertstoffen wie Proteinen, Karotinoiden oder Pectin sollen kostengünsitge Extraktionsmethoden entwickelt werden, die auch in der verarbeitenden Industrie Anwendung finden. Restbiomasse wird weiter genutzt als Sorbens für die Behandlung industrieller Abwässer, besonders im Hinblick auf Schwermetalle. Zeitgleich sollen Extraktionsrückstände als Nährsubstrat für anaerobe Prozesse verwendet werden, um Elektrizität und Wärme für den Prozess zu generieren. Während dem Prozess entstehendes CO2 wird für die phototrophe Kultivierung der Mikroalgen eingesetzt.
Um diese Ziele zu erreichen werden Kooperationen zwischen deutschen- und russischen Forschungsgruppen geschaffen. Das Projekt nutzt die Erfahrungen der Industrie und verbindet diese mit den Innovationen der Forschung und Entwicklung in beiden Ländern.

Mikroalgenproduktion in Offshorekultur

In Kooperation mit:
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Coastal Research Management
Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft hat die Sea & Sun Technology gemeinsam mit unserem Team im Frühjahr 2014 ein Projekt zur industriellen Mikroalgenproduktion auf dem Meer gestartet. Viele Umgebungsparameter können eine effektive Produktion im Meer unterstützen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit der Nährstoffreduzierung eutrophierter Gewässer.

Screening kryophiler Mikroalgen

In Kooperation mit:
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Während der Wintermonate steht die Algenbiotechnologie in warm gemäßigten und borealen Klimazonen erhöhten ökonomischen und technischen Anforderungen gegenüber. Hohe Energiekosten für Beheizung und künstliches Licht erschweren eine wirtschaftlich sinnvolle Produktion mit den gängigen mesophilen Algenstämmen. Trotz der über die thermodynamischen Gesetze bzw. die während der kalten Jahreszeit herrschende geringe Sonneneinstrahlung definierten Limitierungen hat die Natur perfekt angepasste Spezialisten hervorgebracht. Diese sogenannten kryophilen oder kryotoleranten Algen zeigen erstaunliche Produktivitäten bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Diese Fähigkeit verdeutlicht sich im Auftreten massiver Algenblüten im Polarmeer oder in Schnee und Schmelzwasser von Gletschern.
Gemeinsam mit unseren Kollegen der Sea & Sun Technology haben wir in enger Kooperation mit Prof. Dr. Rüdiger Schulz (Botanisches Institut, Christian-Albrechts-Universität, Kiel) und seinen Mitarbeitern kryotolerante Mikroalgen untersucht. Zielsetzung war es hierbei biotechnologisch relevante Stämme zu finden, welche neben schnellem Wachstum bei niedrigen Temperaturen auch hohe Ausbeuten der gewünschten Produkte erzielen.

Aquaplant Systems

In Kooperation mit:
Hochschule Flensburg, Conviotec GmbH
Die Überfischung der Meere und der limnischen Fanggründe in den letzten Jahrzehnten führte zu einem weltweiten Umdenken und zu einer steigenden Anzahl an landbasierten Aquakulturanlagen. Diese benötigen jedoch große Mengen qualitativ hochwertigen Futters und resultieren aufgrund ihrer hohen anorganischen Abwasseremission in einer erheblichen Belastung der Umwelt. Daher ist es für diese Branche unerlässlich, intelligente Lösungen zur Kostenreduktion und Gewährleistung der Nachhaltigkeit zu finden.
Zusammen mit unserem Partner, der Fischzucht Christophersen (Bornhöved) hat die Sea & Sun Technology gemeinsam mit unserem Team die Fischaquakultur mit der Mikroalgenproduktion verbunden, um den biogeochemischen Kohlenstoff-, Stickstoff- und Phosphatkreislauf weitestgehend zu schließen. Innerhalb dieses Projektes hältern wir Fische noch mit konventionellem Futter mit dem Ziel, dieses Futter durch Algenfutter zu substituieren. Ähnlich den höheren Pflanzen, benötigen Algen zu Ihrem Wachstum Sonnenlicht, Wasser, Kohlendioxid und anorganische Nährstoffe. Anorganische Reststoffe aus dem Fischabwasser können als wertvolles Substrat für die Anzucht von Algen verwendet werden.

Wir werden gefördert durch:

Top