Astaxanthin: synthetisch oder natürlich?

Es gibt auch synthetisches Astaxanthin. Dieses wird künstlich im Labor aus Petrochemikalien hergestellt. Diese Form des Astaxanthins ist weniger bioverfügbar, als die natürliche Form und ist nicht für die menschliche Ernährung, jedoch als Zusatz für Tierfutter, zugelassen. Synthetisches Astaxanthin wird oft in der Aquakultur eingesetzt, um beispielsweise eine für Lachse typische Färbung zu erhalten. Regenbogenforellen, die ein eher weißes Fleisch aufweisen, erhalten auf diese Art eine entsprechende Farbe und werden als Lachsforellen verkauft.
Die Herstellung von natürlichem Astaxanthin erfolgt über die Mikroalge Haematococcus pluvialis, eine Süßwasseralge mit einem sehr spezifischen Wachstumszyklus. Die Alge beginnt ihr Wachstum als bewegliche, grüne Flagelle (A). Verschlechtern sich die Wachstumsbedingungen, verändert die Alge ihre Morphologie und sie verstärkt ihre Zellwand (B). In diesem Zustand verliert die Zelle ihre Begeißelung und ist nicht mehr frei beweglich. Nehmen die Stressoren weiter zu, beginnt die Alge rötliches Astaxanthin anzureichern, um sich zu schützen (C). Je nach Intensität der Stressfaktoren nimmt der Astaxanthingehalt in der Zelle immer weiter zu (D). Dieser Zustand ist reversibel sobald sich günstige Verhältnisse einstellen.
Trotz der genannten Unterschiede beträgt der Anteil von natürlichem Astaxanthin aus Mikroalgen weniger als 1 % am Weltmarkt, gegenüber dem synthetischen Produkt. Dies liegt vor allem am Preisunterschied, da der Herstellungsaufwand bei natürlichem Astaxanthin aus Mikroalgen wesentlich höher ist. Dennoch ist die globale Nachfrage für natürliches Astaxanthin in den letzten Jahren rasant gestiegen.
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